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Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett

Diese sechs Farben haben in der letzten Woche in unserer Gemeinde sprichwörtlich für Schlagzeilen gesorgt. Genauer die Zerstörung der Regenbogenfahne, die als Zeichen der Solidarität in der Woche rund um den Valentinstag vor unserer Thomas-Morus-Kirche wehen sollte.

Die Regenbogenfarben finden sich seit Urzeiten als beeindruckendes Naturschauspiel am Himmel, immer dann, wenn Sonnenlicht auf Regen trifft. Der Regenbogen gilt seit jeher in fast allen Kulturen der Menschheitsgeschichte als fester Bestandteil religiöser Mythen, die ihn als Verbindung von Himmel und Erde, dem Göttlichen und den Menschen definieren. Im alten Testament gibt Gott uns den Regenbogen als Zeichen seiner Verbundenheit. Inzwischen ist er auch Zeichen für Aufbruch und Selbstbehauptung, für Frieden und Vielfalt.

Seit über einem Jahr hängt an unseren Kirchen die Regenbogenfahne, da wir unsere Solidarität mit allen Menschen, ihren Lebensformen, ihren Bedürfnissen ausdrücken wollen. Weil wir zeigen wollen, dass wir eine offene und liebende Kirche sind, eine Kirchengemeinde in der alle willkommen sind. Vier Mal wurde diese Fahne in Unterensingen zerstört. Zerrissen, zerschnitten, gestohlen. Wir haben sie immer wieder ersetzt. Der Entschluss einem Fahnenmast zu bauen, wurde aufgrund der regelmäßigen Zerstörung gefasst. Wir freuten uns aber auch darauf, an Festen die Kirchenfahne hissen zu können.

Die Freude währte nicht lange. Vier Tage hing die Fahne, bevor sie in der Nacht von Unbekannten heruntergerissen, zerschnitten und zerrissen wurde. Das Stahlseil des Mastes wurde vermutlich mit einem Werkzeug zerschnitten. Als Kirchengemeinde verurteilen wir diese Tat des Vandalismus und vermuten einen Akt der Homophobie dahinter.

Sie finden in der Nürtinger Zeitung vom Freitag, den 18.02.2022 einen Bericht dazu, der die Positionen unseres Dekans und der gewählten Vorsitzenden widergibt.

#liebegewinnt

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart ist der Überzeugung, dass der Segen Gottes jedem Menschen gilt – unabhängig von der Herkunft, der Entsprechung moralischer Normen oder einer bestimmten Sexualität. Daher fordert er unsere Kirche auf, den Segen Gottes keinem Menschen zu verwehren, der darum bittet und tritt entschieden gegen jede Form von Diskriminierung ein.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Rund Rund um den Valentinstag, dem 14. Februar, gibt es deutschlandweit vielfältige Initiativen in diesem Themenbereich, die der BDKJ unterstützt. Er sucht das Gespräch mit der Diözesanleitung und empfindet es als ermutigendes Signal, dass viele Gemeinden die Gottesdienste rund um den Valentinstag dazu nutzen, Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und ihrem gelebten Beziehungsmodell einzuladen und zu segnen. Auch in Baden-Württemberg gibt es an verschiedenen Orten Segnungsfeiern und andere Angebote für alle, die in Liebe zueinanderstehen. In Segnungsfeiern für ALLE Menschen soll der Tag der Liebe für ALLE Liebenden gefeiert werden.

Unsere Kirchengemeinde solidarisiert sich mit diesen Angeboten und denkt an alle Liebenden. Daher weht in Unterensingen vor der Thomas-Morus-Kirche in den Tagen rund um den Valentinstag die Regenbogenfahne als Symbol, dass der Segen Gottes jedem Menschen gilt. #LoveIsNoSin

Kein 3G im Gottesdienst

Sicherlich haben Sie in der Presse mitbekommen, dass ab dem 14. Februar auch im Gottesdienst die 3G-Regel gelten sollte. Wir hatten einen entsprechenden Artikel auch ins Blättle gesetzt. Diese Regel wurde in der neuesten Verordnung für die Alarmstufe I geändert und entfällt. Es ist also kein 3G-Nachweis notwendig!

Außerdem entfällt ab sofort die Erfassung der Gottesdienstbesucher.

Es gelten weiter in allen Gottesdiensten die bekannten Hygienemaßnahmen: Desinfektion der Hände, Tragen einer FFP2-Maske und Abstand zwischen den Haushalten.

Was tun mit vernünftig erhaltener Kleidung, die Sie nicht mehr nutzen?

Hier ist ein Tipp für Sie: Die Aktion Hoffnung sammelt gebrauchte Kleidung, Schuhe und auch Daunendecken an über 1.500 Containern in ganz Württemberg.

Bei uns in Köngen steht der Sammelcontainer am Kindergarten „Im Grund“ in der Bilderhäuslenstraße 3.

Was darf eingeworfen werden?

Zunächst ist es wichtig, dass die Kleidung noch weiter getragen werden kann und sauber ist. Damit die Kleiderspende keinen Schaden nimmt, ist es sinnvoll, sie in Müllsäcken einzuwerfen. Schuhe bitte zusammen binden, damit die Sortierung nicht zu einem Puzzlespiel wird. Daunendecken können gut weiter verwertet werden, da die Federn gereinigt und wieder verwendet werden können. Kaputte Kleidung gehört in den Restmüll!

Was passiert mit der Kleidung?

Die Kleiderspenden aus Containern der Aktion Hoffnung werden ausschließlich von einem Betrieb in der Nähe von Sigmaringen auf der schwäbischen Alb weiter sortiert und unter strengen Kriterien verwertet. Sowohl die Aktion Hoffnung als auch der Sortierbetrieb sind Mitglied des Dachverbands FairWertung, so dass an die Weitergabe der Kleidung strenge Maßstäbe angelegt werden.

Mit den Erlösen unterstützt die Aktion Hoffnung weltweite Eine-Welt-Projekte ihrer katholischen Mitgliedsorganisationen und entwicklungsbezogene Bildungsarbeit hier in Deutschland.

Nutzen Sie diese Möglichkeit, damit Ihre Kleiderspende in gute Hände gelangt! Vielen Dank im Namen der Organisierenden.

Kirchengemeinderatssitzung

Die nächste Sitzung des Kirchengemeinderats ist am Dienstag, 18.01.22. Es ist eine nicht öffentliche Sitzung.

Taizé-Gebet

Ruhe – Singen – zu sich finden – sich finden lassen

Am Sonntag, 23.01. findet um 20 Uhr in der Kirche Zum Guten Hirten Köngen, Rilkeweg 20 wieder ein Abendgebet mit Liedern aus Taizé-statt. Herzliche Einladung!

 

Liebe Kirchengemeindemitglieder,

hiermit möchte ich Sie informieren, dass ich den Bischof darum gebeten habe, meinen priesterlichen Dienst sowohl hier in der Seelsorgeeinheit als auch an der Fachstelle in Wernau zu beenden. Der Bischof hat diesem Antrag zugestimmt und so habe ich mich am vergangenen Samstag am Ende des Gottesdienstes von den Anwesenden verabschiedet. Auch von Ihnen allen möchte ich mich in Form dieses Artikels verabschieden.

Ich habe während meiner über sechsjährigen Tätigkeit sehr gerne hier in der Seelsorgeeinheit mit dem Pastoralteam, den anderen Angestellten und den engagierten Ehrenamtlichen zusammengearbeitet. Ich durfte den Weg vieler Menschen zu den Sakramenten mitgehen und sie mit ihnen feiern. Außerdem war mir die Begleitung von trauernden Angehörigen und ein würdiges Abschiednehmen von ihren Verstorbenen sehr wichtig.

Der ehrenamtliche Einsatz und der vielfältige Dienst von so Vielen hat die Arbeit in der Seelsorgeeinheit immer sehr bereichert.

Allerdings habe ich für mich festgestellt, dass ich das Priestersein, mit seinen Aufgaben und seiner Lebensform, nicht mehr erfüllen kann. Deshalb will ich mich hinsichtlich meiner Zukunft neu ausrichten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gottes Segen für Ihr weiteres Tun und vor allem Gesundheit!

Viele Grüße

Daniel Heller